Anschreiben Muster – Einfach Überzeugen!

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Aktualisiert: 26.09.2022 Lesedauer: ca 4min

Junge Frau sitzt vor ihrem Laptop und verfasst Motivationsschreiben

Die meisten Arbeitgeber verlangen in ihrer Stellenausschreibung neben deiner Bewerbungsmappe auch nach einem Anschreiben bzw. Motivationsschreiben. Jetzt sitzt du vor deinem Laptop, starrst auf das noch leere weiße Dokument und fragst dich: Anschreiben – was genau soll das eigentlich sein? Keine Sorge, hier erfährst du alles Wichtige dazu!

1. Der Anfang

Der Aufbau eines Anschreibens ähnelt dem eines förmlichen Briefes, das bedeutet zunächst einmal schreibst du auf die obere linke Seite (linksbündig) des Dokuments deinen Namen, Anschrift, Geburtsdatum, Email Adresse und Telefonnummer. Lass zwei Zeilen frei und schreibe dann auf die rechte Seite (rechtsbündig) des Dokuments den Namen und die Anschrift des Unternehmens oder des Betriebs bei dem du dich bewerben möchtest. Lass wieder ein bis zwei Zeilen frei und gib dann, auch rechtsbündig, deinen Ort und das aktuelle Datum an. Im letzten Schritt setzt du nach zwei weiteren Leerzeilen linksbündig eine Art Überschrift ein, in der steht, auf welchen Job du dich bewirbst, beispielsweise:

  • „Bewerbung als...“

  • „Bewerbung für die Stelle...“

Dieser Satz sollte zudem Fett geschrieben werden, damit dein potentieller Arbeitgeber auf einen Blick erkennen kann, auf welche Stellenausschreibung sich deine Bewerbung bezieht. Wenn du das geschafft hast, bist du schon mal einen Schritt weiter und das Blatt sieht nicht mehr ganz so leer aus! 

2. Die Anrede

Unter einer Stellenausschreibung steht oft ein Ansprechpartner, der für das Bewerbungsverfahren deines Wunschjobs zuständig ist. In deiner Anrede solltest du dich deshalb am besten konkret auf diesen Ansprechpartner beziehen und ihn direkt mit seinem oder ihrem Nachnamen anreden:

  • „Sehr geehrte Frau...“

  • "Sehr geehrter Herr...“

Hierbei solltest du genau hinsehen, denn besitzt jemand einen Titel (z.B. Doktor, Diplomingenieur...), dann möchte er meist auch so angesprochen werden:

  • „Sehr geehrte Frau Dipl.-Ing. ...“

  • "Sehr geehrter Herr Dr. ...“

Steht kein Ansprechpartner dabei, dann beginnst du mit:

  • „Sehr geehrte Damen und Herren,...“.

Nach der Begrüßungsformel lässt du eine Zeile frei und beginnst dann mit dem eigentlichen Text.

3. Interesse wecken

Der erste kurze Absatz besteht meist aus ein bis zwei Zeilen und ist ein wenig knifflig, weil er das Interesse des Personalers an dir wecken soll. ohne dass du dabei überheblich wirkst. Ein paar Beispiele für unterschiedliche Jobs:

  • "...wenn Sie für die ausgeschriebene Stelle als RezeptionistIn in Ihrem Hotel eine offene, verantwortungsbewusste und engagierte Person suchen, dann bin ich der/die Richtige für den Job."

  • "...nach dem erfolgreichen Abschluss meiner Ausbildung als „...“ bei „...“, möchte ich nun meine erlernten Fähigkeiten in einem anderen Betrieb weiter ausbauen. Deshalb nutze ich die Chance und bewerbe mich auf Ihre angebotene Stelle als FriseurIn und PerückenmacherIn."

  • "...im Moment absolviere ich ein Bachelor/Master/Magister-Studium im Bereich „...“ an der Universität „...“. Da ich meine theoretischen Kenntnisse nun auch gleichzeitig in der Praxis anwenden will, nutze ich die Chance und bewerbe mich auf Ihre angebotene Aushilfsstelle als Nachwuchsführungskraft im Vertrieb."

Motivationsschreiben Muster - Das musst du beachten!

4. Bisherige Erfahrungen

Im nachfolgenden Abschnitt begründest du deine Qualifikation für den Job, den du bekommen möchtest. Dabei beschreibst du die, für den Job relevanten, Stationen deines Lebenslaufs und verknüpfst sie mit den Fähigkeiten und Kenntnissen, die du dir währenddessen aneignen konntest. Beispielsweise:

  • "Erste Branchenerfahrung konnte ich während meinem Job/Praktikum bei ... sammeln."

  • "Zu meinen täglichen Aufgaben gehörten ... ."

  • "Dies erlaubte mir meine Fähigkeiten in den Bereichen ... zu erweitern."

  • "Überdies war ich noch für ... zuständig und nahm regelmäßig an ... teil.

  • "Während der gesamten Zeit konnte ich zahlreiche Erfahrungen sammeln und mir grundlegende Kenntnisse im Bereich ... aneignen."

5. Persönlichkeit vorstellen

Anschließend unterstreichst du dein Interesse an dem Job nochmals, indem du dich persönlich vorstellst und deutlich machst, dass du die in der Stellenausschreibung geforderten Eigenschaften und Qualifikationen mitbringst:

  • "Als Kind meiner Generation bin ich ausgesprochen gut mit „dem Internet, den neuen Medien sowie den gängigen Office Programmen“ vertraut."

  • "Mich zeichnet aus, dass ich „gerne kreativ arbeite und eigenständig Konzepte erstelle“."

  • "Die für die Stelle erforderliche „strukturierte Arbeitsweise, Belastbarkeit und Organisationsfähigkeit“ wurden durch meine bisherigen Tätigkeiten gefördert."

  • "Das „Arbeiten im Team sowie die Anpassung an neue Arbeitsstrukturen“ fallen mir leicht."

→ Alles, was in Anführungszeichen steht, sollte an die ausgeschriebene Stelle angepasst werden. Wenn also die Stellenausschreibung ausdrücklich "eigenständiges Arbeiten und genaue Arbeitsweise" verlangt, solltest du darauf Rücksicht nehmen und dies in deinem Anschreiben erwähnen. Am besten gibst du auch immer ein Beispiel dazu, in dem du diese Eigenschaft gebraucht, gelernt oder angewandt hast.

6. Die Verabschiedung

Im letzten Absatz bringst du noch dein Interesse an einem persönlichen Vorstellungsgespräch zum Ausdruck und verabschiedest dich dann mit einer gängigen Floskel. Indem du abschließend eine Zeile frei lässt und deinen vollen Namen unter das Dokument setzt (in ausgedruckter Form unterschreibst du zusätzlich noch von Hand), vervollständigst du dein Anschreiben. 

  • "Über eine Rückmeldung würde ich mich wirklich sehr freuen und verbleibe bis dahin mit freundlichen Grüßen."

  • "Falls meine Bewerbung Ihr Interesse geweckt hat, würde ich mich über die Einladung zu einem persönlichen Kennenlernen sehr freuen. Mit freundlichen Grüßen,..."

#hokifyexpertentipp: In diesem Abschnitt kannst du auch angeben, ab wann du für einen Job zur Verfügung stehst. Hast du beispielsweise eine gewisse Kündigungsfrist oder bist derzeit noch in Ausbildung, solltest du das in deinem Anschreiben erwähnen.

Fazit

Jetzt sollte dein perfektes Anschreiben auf jeden Fall gelingen und die Tür zum Vorstellungsgespräch steht dir weit offen! Oder du bewirbst dich einfach über die hokify App und sparst dir die Arbeit – denn wir brauchen kein Anschreiben! 

Julia ist gut darin, die Schwerkraft auszutricksen und schlecht darin, Zimmerpflanzen am Leben zu halten. Ihre Leidenschaft für Sprache hat sie über die Tourismusindustrie zur Kommunikationsbranche geführt, wo sie derzeit ihr Masterstudium absolviert. In den hokify Karriere-Tipps versorgt sie dich regelmäßig mit den wichtigsten Tipps, Tricks und Infos rund um den Arbeitsalltag (inklusive dessen rechtlichen Regelungen) und den Arbeitsmarkt, damit du hoffentlich informierter in dein Berufsleben startest, als sie es anfangs war.

Ausschließlich zum Zweck der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung von männlichen und weiblichen Sprachformen verzichtet. Alle Personenbezeichnungen sind demnach geschlechtsneutral zu verstehen.

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