Insiderwissen: Was Bedeutet Konjunktur?

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In diesem Blog-Beitrag wird der Begriff "Konjunktur" erklärt. Was hinter dem sperrigen Begriff steht, kann hier kurz nachgelesen werden.

1. Das 1x1 der Konjunktur

Konjunktur: Beschreibt im Grunde den Gesamtzustand der Wirtschaft eines Landes und spiegelt dessen Auf- und Abschwung wieder. Geht es mit der Wirtschaft bergab, spricht man von einer konjunkturellen Krise, geht es bergauf und es gibt ein Wirtschaftswachstum, dann wird der Begriff Hochkonjunktur verwendet.

Schwankungen: Diese konjunkturellen Schwankungen entstehen durch ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage, welches zu einem erhöhten Auslastungsgrad des Produktionspotenzials führen.

Konjunkturphasen: Die Schwankungen können in vier Konjunkturphasen gegliedert werden, welche sich in der Geschichte bereits mehrmals wiederholt haben:

Boom

Hochkonjunktur, grenzenlose Nachfrage

Rezession

Abschwungphase, nachlassende Nachfrage

Depression

Tiefphase ohne Nachfrage

Expansion

Aufschwungphase mit wieder ansteigender Nachfrage

Konjunkturzyklus: Die vier beschriebenen Konjunkturphasen zusammen ergeben dann insgesamt den Konjunkturzyklus.

Konjunkturverlauf: Entscheidenden Einfluss auf den Konjunkturverlauf, das bedeutet auf den Auf- und Abschwung einer Konjunktur, haben private Haushalte, Investitionen von Unternehmen, Einnahmen und Ausgaben des Staates sowie dessen Import- und Exportverhalten.

Inflation: Im Zusammenhang mit einer Konjunktur fällt oftmals das Wort Inflation, mit dem allgemein die Preisinflation gemeint ist, das heißt ein Anstieg des allgemeinen Preisniveaus. Eine Inflation ist somit auch mit einer Wertverminderung des Geldes gleichzusetzen. Durch die Geldentwertung sinkt folglich die Kaufkraft des Geldes.

2. Einfluss des Staates

Konjunkturförderung

Konjunkturdämpfung

Staatsausgaben erhöhen 

Staatsausgaben verringern

Abschreibungsmöglichkeiten verbessern → Abschreibungssätze erhöhen

Abschreibungsmöglichkeiten verschlechtern -> Abschreibungssätze senken

Steuern senken → höhere Nachfrage der privaten Haushalte

Steuern erhöhen → sinkende Nachfrage der privaten Haushalte

Steuerrücklagen auflösen → Anstieg der Investitionen

Steuerrücklagen bilden → Rücklauf der Investitionen + Einnahmen durch steigende Steuern

Steigende Exporte und geringere Importe

Sinkende Exporte bei wachsenden Ausgaben für Importe

3. Prognose

Das Wirtschaftswachstum wird laut der neuen Statistik der Österreichischen Nationalbank (ÖNB) nach den Hochkonjunktur-Jahren 2017/2018 und dem merklich geringeren Wirtschaftswachstum 2019, 2020 wieder leicht steigen - auf ca 1,7% Wachstum des realen BIP. Gleichzeitig soll auch die Arbeitslosigkeit auf einem relativ niedrigem Niveau bleiben. International hat sich die Konjunktur seit 2018 eingetrübt. Dazu zählen auch Faktoren wie das Corona-Virus, das derzeit die chinesische Wirtschaft zurückhält. 


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Stand September 2020

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