Corona-Pandemie verzögert Jobwechsel

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16.12.2020

Aufgrund der Corona-Pandemie gab es in den letzten sechs Monaten verhältnismäßig wenige Jobwechsel. Nur rund 14 Prozent haben im letzten halben Jahr einen neuen Job angenommen, viele Menschen sind derzeit hingegen aktiv auf Arbeitssuche, wie eine aktuelle Umfrage der Job-Plattform hokify mit 827 TeilnehmerInnen ergeben hat. Das Wechselverhalten ist maßgeblich auf die derzeit unsichere Arbeitsmarktsituation zurückzuführen.
Im Laufe des Jahres 2021 hat jeder zweite Befragte den Vorsatz seinen Job zu wechseln. Den Job bei einer guten Gelegenheit zu wechseln können sich sogar drei Viertel der Befragten im kommendem Jahr vorstellen. 


Gehalt und Arbeitsplatzbedingungen wichtigsten Gründe für Wechsel

Die wichtigsten Gründe für einen Jobwechsel sind laut der Befragten die Aussicht auf ein höheres Gehalt, wie 49 Prozent angaben, gefolgt von besseren Arbeitsplatzbedingungen, wie 37 Prozent meldeten. Keine große Rolle spielen hingegen zu viele Überstunden (9%) beziehungsweise das Verhältnis zur Führungskraft (13%).
Die Wechselbereitschaft ist bei älteren Befragten deutlich höher als bei Jungen - besonders oft will die Altersgruppe zwischen 45-54 Jahren 2021 den Job wechseln. Sieht man sich die Wechselbereitschaft nach Branche an, zeigt sich, dass besonders Befragte in den Bereichen Büro/Administration (73%) und Handel/Gewerbe (69%) im kommenden Jahr den Job wechseln wollen. Karl Edlbauer, Gründer und Geschäftsführer von hokify erklärt: “Neben dem Faktor Gehalt sind die Arbeitsplatzbedingungen ein Schlüsselgrund den Job zu wechseln. Besonders im Lebensmittelhandel sind viele ArbeitnehmerInnen an ihre Belastungsgrenze gestoßen, das könnte die hohe Wechselbereitschaft in diesem Bereich erklären.”

Junge setzen auf Sicherheit

ArbeitnehmerInnen unter 24 Jahren haben in den letzten sechs Monaten am seltensten den Job gewechselt. Karl Edlbauer dazu: “In der Corona-Pandemie sind ArbeitnehmerInnen froh über einen sicheren Arbeitsplatz. Von der Krise betroffen sind besonders junge Menschen, das erklärt auch die Zurückhaltung bei einem Jobwechsel in den letzten sechs Monaten. Schon im Jänner ist allerdings mit einem starken Aufholprozess am Arbeitsmarkt zu rechnen. Über die Weihnachtsfeiertage sollten Jobsuchende daher aktiv die Zeit nutzen und sich bewerben, hier kann man sich einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Bewerbern schaffen, die das nicht tun.” 

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